Für die antibakterielle Wirksamkeit ist Arbutin (=Hydrochinonmonoglucosid) verantwortlich,
das in Bärentraubenblättern enthalten ist.
Die Kombination von Bärentraubenblättern mit Arzneidrogen, die zu einer Erhöhung der
Harnmenge führen, ist günstig und fördert die Ausschwemmung der Keime.
Erklärung der diuretisch wirkenden Arzneidrogen: siehe
Kapitel 3.2.
3.1.1. Blasentee Variante 1
3.1.2. Blasentee ÖAB (Species urologicae)
3.1.3. Harntreibender Tee ÖAB (Species diureticae)
Teile |
antibakteriell |
diuretisch |
|
|
|
Bärentraubenblätter |
45 |
x |
|
|
|
Hauhechelwurzel |
20 |
|
x |
|
|
Goldrutenkraut |
15 |
|
x |
antiphlogistisch, schwach spasmolytisch |
|
Orthosiphonblätter |
20 |
x |
schwach spasmolytisch |
Bemerkungen: Die einzelnen Bestandteile sind in geschnittenem Zustand zu mischen. Die Teemischungen
sind vor Feuchtigkeit und Licht geschützt in gut schließenden Gefäßen (am besten aus Glas)
aufzubewahren.
Zubereitung: 1 Esslöffel Teemischung mit 150 ml (entspricht einer Teetasse) kochendem Wasser
übergießen und unter gelegentlichem Umrühren 10 Minuten bedeckt stehen lassen,
anschließend durch ein Teesieb abseihen. Der Tee wird am besten frisch zubereitet. Soll ein Vorrat
für einen Tag hergestellt werden, so wird jeweils die vierfache Menge (4 Esslöffel Teemischung,
600 ml Wasser) genommen. Aufbewahrung in einer gut verschlossenen Thermoskanne.
Anwendung: Der Tee soll warm (nicht heiß), bis zu viermal pro Tag, getrunken werden.
Es wird empfohlen, gleichzeitig mit dem Trinken einer Tasse des Tees 1 Teelöffel Speisesoda
(oder Basenpulver) einzunehmen und während der (mehrtägigen) Anwendung des Tees reichlich
Gemüse zu essen.
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3.1.2. Blasentee ÖAB (Species urologicae)
Teile |
antibakteriell |
diuretisch |
|
|
|
Bärentraubenblätter |
35 |
x |
|
|
|
Bruchkraut |
35 |
x |
schwach spasmolytisch |
|
|
Birkenblätter |
30 |
x |
Bemerkungen, Zubereitung, Anwendung wie 3.1.1.
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3.1.3. Harntreibender Tee ÖAB (Species diureticae)
Diese Teemischung wird im Österreichischen Arzneibuch zwar als "Harntreibender Tee" bezeichnet, aufgrund seiner Zusammensetzung (Kombination von Bärentraubenblättern mit diuretisch (bzw. aquaretisch) wirkenden Arzneidrogen) ist er allerdings als antibakterieller Tee zur unterstützenden Behandlung von entzündlichen Harnwegsinfektionen einzustufen.
Teile |
antibakteriell |
diuretisch |
|
|
|
Bärentraubenblätter |
40 |
x |
|
|
|
Schachtelhalmkraut |
30 |
x |
||
|
Hauhechelwurzel |
15 |
x |
||
|
Süßholzwurzel |
15 |
schwach spasmolytisch |
Bemerkungen, Zubereitung, Anwendung wie 3.1.1.
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