1.4 Magentees bei Appetitlosigkeit, z. B. Rekonvaleszenz

Übersicht Magentees

Magentees bei Appetitlosigkeit sollen, ähnlich wie ein Aperitif, die Sekretion von Speichel und Magensaft anregen. Deshalb dominieren in den Teemischungen Arzneidrogen mit aromatisch-bitterem oder scharfem Geschmack. In der Rekonvaleszenz kann die kreislaufanregende Wirkung der Rosmarinblätter ausgenützt werden.

Erklärungen/Begründungen zur Verwendung der einzelnen Drogen beruhen auf pharmakologischen und/oder klinischen Prüfungen; volksmedizinische, traditionelle Anwendungen sind in Klammern gesetzt.



Tee 1.4.1

Tee 1.4.2 (stark bitter)

Tee 1.4.3


 

Tee 1.4.1

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Teile

appetit-
anregend

fördert Magensaft-
sekretion

blähungs-
widrig

krampf-
lösend

 

wahlweise ersetzbar durch

Wermutkraut

20

x

x

x

x

klassisches Magenmittel

 

Kalmuswurzel

40

x

x

x

 

 

 

Ingwerwurzel

30

 

x

 

x

   

Rosmarinblatt

10

(x)

 

(x)

x

galletreibend, (kreislaufanregend)

Pfefferminzblätter (bei Mundgeruch, unangenehmem Mundgeschmack oder bei leichter Übelkeit)





Tee 1.4.2 (stark bitter)

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Teile

appetit-
anregend

fördert Magensaft-
sekretion

blähungs-
widrig

krampf-
lösend

 

wahlweise ersetzbar durch

Wermutkraut

20

x

x

x

x

klassisches Magenmittel

 

Angelikawurzel

40

 

x

 

x

galletreibend

 

Bitterorangen-
schale

20

x

 

x

 

verleiht dem Tee einen angenehmen Geschmack

 

Condurango-
rinde

20

x

x

     

Kamillenblüten (wenn der Tee etwas weniger bitter sein soll)



Tee 1.4.3

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Teile

appetit-
anregend

fördert Magensaft-
sekretion

blähungs-
widrig

krampf-
lösend

 

wahlweise ersetzbar durch

Bitterorangen-
schale

30

x

 

x

 

verleiht dem Tee einen angenehmen Geschmack

 

Schafgarben-
kraut

30

x

x

 

x

   

Ingwerwurzel

30

 

x

 

x

 

 

Andornkraut

10

x

 

x

     


Indikationsbezogene Wirkungen der Austauschdrogen:
Pfefferminzblätter: krampflösend, blähungstreibend, galletreibend; verleiht dem Tee einen frischen Geschmack
Kamillenblüten: entzündungshemmend, krampflösend, blähungswidrig, klassisches Magenmittel

Bemerkungen: Die einzelnen Bestandteile sind in geschnittenem Zustand zu mischen. Die Teemischungen sind vor Feuchtigkeit und Licht geschützt in gut schließenden Gefäßen (am besten aus Glas) aufzubewahren.

Zubereitung: 1 Esslöffel Teemischung mit 150 ml (entspr. 1 Teetasse) kochendem Wasser übergießen und bedeckt ziehen lassen, gelegentlich umrühren. Nach 10 Minuten abseihen und abkühlen lassen.

Am besten ist es, den Tee jeweils frisch zu bereiten. Soll ein Vorrat für einen ganzen Tag bereitet werden, so wird jeweils die vierfache Menge (4 Esslöffel Teemischung, 600 ml kochendes Wasser) genommen. Aufbewahrung in einer gut verschlossenen Thermoskanne.

Anwendung: Der Tee soll warm (nicht heiß), ungesüßt, schluckweise getrunken werden; jeweils eine Tasse vor oder nach dem Essen, 3-4mal täglich.


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zuletzt geändert am 16.10.2001 von webmaster@phytotherapie.at